Flexibles Download-Tracking mit Google Analytics

    Google Analytics misst von Haus aus keine Downloads von Dateien wie etwa PDF, MP3 oder ZIP. Mit Hilfe des Google Tag Managers lässt sich aber in wenigen Schritten ein sehr flexibles Download-Tracking mit Google Analytics einrichten. Es zeigt euch nicht nur die Gesamtzahl von Downloads, sondern gliedert sie zudem nach Dateityp und Namen der jeweils heruntergeladenen Datei.

    Mit diesen Daten habt ihr in Google Analytics die Möglichkeit, eure Downloads genauer zu analysieren und passende Zielvorhaben zu definieren. Im folgenden Artikel erkläre ich die notwendigen Schritte für die Einrichtung des Trackings und zeige, wie die gesammelten Daten in Analytics ausgewertet werden können.

    Download Tracking mit Google Analytics

    Google Analytics kann in seiner Standardkonfiguration keine Downloads tracken. Das liegt an der einfachen Tatsache, dass für die Erfassung von Seitenaufrufen in Analytics ein Tracking-Code auf der jeweiligen Seite eingefügt sein muss. Doch wenn man auf einer Website einen Download-Link wie etwa http://www.domain.de/tolles-tutorial.pdf anklickt, so wird mit dem PDF-Dokument tolles-tutorial.pdf eine Datei aufgerufen, die natürlich keinen Tracking-Code von Google Analytics enthält. Deshalb kann ein Download zunächst einmal nicht in Google Analytics erfasst werden.

    Was man jedoch in Analytics gut tracken kann, ist der Klick auf den Download-Link. Und genau an dieser Stelle setzen wir an:
    Wir überwachen Klicks auf Download-Links und senden bei jedem Klick entsprechende Daten zum angeforderten Download an Analytics.

    Viele Anleitungen zum Download-Tracking mit Google Analytics zeigen nur, wie die Downloads für genau eine bestimmte Datei getrackt werden können. Wenn man eine große Zahl von Dateien zum Download anbietet, sind solche Lösungen leider nicht besonders praktikabel, weil für jede neue Datei das Tracking erweitert werden muss. Ebenso sind Lösungen ungünstig, die Klicks auf Downloads global auswerten und zusammenfassen. Denn aus der Information, dass im vergangenen Monat 1465 PDF-Dateien heruntergeladen wurden, kann ich als Website-Betreiber nicht erkennen, welche PDF-Dateien das im einzelnen waren und welche Inhalte besonders nachgefragt waren. Eine Optimierung des Contents ist mir damit nicht möglich.

    Flexibles Download-Tracking

    Die von mir entwickelte Lösung ist sehr flexibel, weil die zu trackenden Downloads einfach anhand des Dateityps (z.B. PDF, MP3, WMF, ZIP) definiert werden. Die Daten werden so erfasst, dass man in Google Analytics genau analysieren kann:

    • Wie viele Dateien insgesamt herunterladen wurden
    • Auf welche Dateitypen sich die Downloads verteilten
    • Wie oft jede einzelne Datei heruntergeladen wurde

    Damit hat man eine brauchbare Datenbasis für weitergehende Analysen in Google Analytics.

    Los geht’s.

    Beispiel: Downloadseite

    Zur Demonstration des Download-Trackings habe ich eine Testseite eingerichtet, die Download-Links auf verschiedene Dokumententypen beinhaltet: Eine Bedienungsanleitung (PDF-Dokument), ein Tutorial (PDF-Dokument) sowie eine ZIP-Datei mit Firmware für ein fiktives Gerät.

    Auf vielen Websites von Geräteherstellen findet man derartige Download-Bereiche mit verschiedenen Dokumententypen. Auf der Website einer Musik-Band würde man an einer solchen Stelle vielleicht MP3-Dateien mit Live-Mitschnitten oder ähnliches finden. Welche Dateitypen auch immer ihr zum Download anbietet, die Downloads lassen sich mit Google Analytics leicht tracken.

    Einrichten des Trackings im Google Tag Manager

    Das Einrichten des Trackings im Google Tag Manager erfolgt in drei Schritten. Zunächst werden einige Variablen und Funktionen eingerichtet. Dann definieren wir einen Trigger, der beim Klicken auf einen Download-Link ausgelöst wird. Im letzten Schritt richten wir das Tag ein, mit dem Daten über den Download an Google Analytics gesendet werden.

    1. Schritt: Variablen und Funktionen einrichten

    Für das Tracking benötigen wir eine im Tag Manager integrierte Variable, eine benutzerdefinierte Variable sowie zwei JavaScript-Funktionen.

    Integrierte Variable Page URL aktivieren

    Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Variablen und unter Integrierte Variablen auf Konfigurieren:

    Aktiviert im nun folgenden Fenster die Variable Page URL.

    Benutzerdefinierte Variable einrichten

    Wir legen nun die Variable Click URL Path an. Diese Variable habe ich auch schon in früheren Tutorials verwendet. Wenn ihr diese Variable also bereits angelegt habt, könnt ihr diesen Abschnitt überspringen und mit der Definition der JavaScript-Funktionen fortfahren.

    Ansonsten klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Variablen und unter Benutzerdefinierte Variablen auf  NEU.

    Im sich nun öffnenden Fenster wird die Variable Click URL Path definiert. In ihr wird der Pfad der aufgerufenen URL gespeichert.

    1. Gebt der Variablen den Namen Click URL Path.
    2. Die Variable ist vom Typ Variable für automatisches Ereignis.
    3. Der Variablentyp ist Element-URL.
    4. Für den Komponententyp wählt ihr Pfad aus.
    5. Abspeichern, und die Variable Click URL Path ist bereit.

    Wenn ein Besucher auf einen Link klickt, wird in dieser Variable der Pfad des Linkziels gespeichert. Wir können diese Variable also dafür nutzen, um herauszufinden, ob auf einen Download-Link geklickt wurde. Näheres dazu findet ihr bei der Definition des Triggers. Zunächst aber müssen noch zwei JavaScript-Funktionen eingerichtet werden.

    JavaScript-Funktionen definieren

    Im Google Tag Manager können eigene JavaScript-Funktionen definiert werden, um bestimmte Daten abzufragen oder zu manipulieren. Gespeichert werden solche Funktionen ebenfalls in benutzerdefinierten Variablen.

    Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Variablen und unter Benutzerdefinierte Variablen auf  NEU.

    Im folgenden Fenster wird die Variable ReturnClickURLFiletype definiert. In ihr speichern wir eine Funktion, die die Dateiendung eines aufgerufenen Download-Links zurückgibt.

    1. Gebt der Variablen den Namen ReturnClickURLFiletype.
    2. Die Variable ist vom Typ Benutzerdefiniertes JavaScript.
    3. Fügt in das Textfeld den JavaScript-Code ein:

    1. Abspeichern, und die Variable ReturnClickURLFiletype ist bereit.

    Nun folgt die zweite Funktion ReturnClickURLFilename. Diese Funktion gibt den Namen der Datei zurück, die heruntergeladen werden soll. Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Variablen und unter Benutzerdefinierte Variablen noch einmal auf  NEU.

    1. Gebt der Variablen den Namen ReturnClickURLFilename.
    2. Die Variable ist vom Typ Benutzerdefiniertes JavaScript.
    3. Fügt in das Textfeld den JavaScript-Code ein:

    1. Abspeichern, und die Variable ReturnClickURLFilename ist bereit.

    Damit haben wir alle benötigten Variablen und Funktionen eingerichtet. Es geht weiter mit der Definition des Triggers.

    Variablen bereit!

    2. Schritt: Trigger für Downloads Links einrichten

    Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Trigger und dann auf NEU.

    Es öffnet sich ein Fenster, in dem nun der Trigger definiert wird:

    1. Der Trigger bekommt den Namen Download einer Datei.
    2. Der Typ des Triggers ist Klick – Nur Links.
    3. Die Option Auf Tags warten wird gesetzt. Damit werden Links erst aufgerufen, wenn die Tags geladen wurden bzw. das Limit von 2000 ms überschritten wurde.
    4. Die Option Bestätigung überprüfen wird ebenfalls gesetzt. Damit werden ungültige Klicks herausgefiltert. Ihr solltet unbedingt testen, ob die beiden Optionen Auf Tags warten und Bestätigung überprüfen Probleme beim Laden eurer Seite oder beim Aufrufen von Links verursachen. Dafür gibt es im Tag Manager die Funktion Vorschau und Fehlersuche. Sie befindet sich unter dem Pfeil rechts vom roten Veröffentlichen-Button. Hier findet ihr weitere Infos.
    5. Der Trigger wird auf allen Seiten aktiviert: Page URL stimmt mit regulärem Ausdruck überein .*
      Alternativ könnte man hier nur jene Seiten angeben, auf denen Downloads angeboten werden.
    6. Im Abschnitt Diesen Trigger auslösen bei: wählen wir Einige Klicks auf Links aus, weil wir eine Bedingung für das Auslösen des Triggers definieren müssen.
    7. Jetzt kommt die benutzerdefinierte Variable Click URL Path zum Einsatz: Wählt im ersten Feld Click URL Path und im zweiten Feld stimmt mit regulärem Ausdruck überein aus. Nun folgt ein regulärer Ausdruck, mit dem wir sicherstellen wollen, dass dieser Trigger nur ausgelöst wird, wenn die aufgerufene URL mit einer bestimmten Zeichenkette endet. Sollen zum Beispiel die Downloads von PDF- und ZIP-Dateien getrackt werden, tragen wir folgenden regulären Ausdruck in das Textfeld ein: \.(pdf|zip)$
      Dieser Ausdruck beschreibt, dass die aufgerufene URL mit .pdf oder .zip enden muss, um den Trigger auszulösen.
    8. Dann abspeichern, und der Trigger ist fertig.
    Tipp!

    Das Tracking kann einfach auf weitere Dateitypen erweitert werden. Wenn zum Beispiel auch die Downloads von MP3- und WMF-Dateien getrackt werden sollen, sind die entsprechenden Dateiendungen in Schritt 7 der Triggerkonfiguration zu ergänzen:
    \.(pdf|zip|mp3|wmf)$

    Jetzt muss nur noch das Tag definiert werden, und wir haben ein funktionierendes Tracking für die Downloads von PDF und ZIP-Dateien.

    Trigger bereit!

    3. Schritt: Tag für Download-Tracking einrichten

    Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Tags und dann auf NEU.

    Im folgenden Fenster wird das Tag eingerichtet, mit dem wir Daten an Google Analytics senden, sobald ein Besucher auf einen Download-Link geklickt hat.

    1. Das Tag erhält den Namen UA – Event – Datei-Download. Den Zusatz UA schreibe ich gerne an den Anfang von Universal Analytics Tags, das ist aber nicht notwendig. Gleiches gilt für den Zusatz Event, so kann man in der Tag-Liste gleich erkennen, was das Tag trackt.
    2. Als Tag-Typ wird Universal Analytics ausgewählt.
    3. Im nächsten Feld müsst ihr die Tracking-ID der Analytics Property eingegeben, in die die erfassten Daten gesendet werden sollen. Ich habe die Tracking-ID in der benutzerdefinierten Variablen {{UA Tracking-ID}} hinterlegt, damit ich nicht jedes Mal die Tracking-ID hervorkramen muss, wenn ich ein neues Tag anlege. Ihr könnt die Tracking-ID natürlich auch direkt eingegeben.
    4. Der Erfassungstyp wird auf Ereignis geändert.
    5. In das Feld Kategorie wird Datei-Download eingetragen. Unter dieser Ereigniskategorie sind die Klicks auf Download-Links später in Google Analytics zu finden.
    6. In das Feld Aktion wird {{ReturnClickURLFiletype}}-Download eingetragen. Die Funktion ReturnClickURLFiletype liefert die Dateiendung der heruntergeladenen Datei. Beim Download einer PDF-Datei würde im Feld Aktion also „pdf-Download“ an Analytics übermittelt werden.
    7. In das Feld Label wird {{ReturnClickURLFilename}} eingetragen. Die Funktion {{ReturnClickURLFilename}} gibt den Namen der heruntergeladenen Datei zurück. Würde ein Besucher die Datei „Bedienungsanleitung-DS362.pdf“ herunterladen, würde genau dieser Dateiname in das Feld Label eingetragen und an Google Analytics übermittelt werden.
    8. Treffer ohne Interaktion wird auf Falsch gesetzt. Das bedeutet, dass dieses Ereignis als Interaktion gezählt wird und damit die Absprungrate positiv beeinflusst.
      Das hat folgenden Hintergrund: Wenn ein Besucher direkt auf eure Downloadseite kommt (z.B. über die organischen Suchergebnisse von Google), eine Datei herunterlädt und die Seite anschließend verlässt, würde Google Analytics dies als Absprung werten. Schließlich wurde nach dem Aufruf der Download-Seite keine weitere Seite mehr aufgerufen. Tatsächlich hat der Benutzer ja durchaus noch mit eurer Downloadseite interagiert: Er hat nämlich auf einen Download-Link geklickt. Damit dieses Ereignis als Interaktion gewertet wird und damit positiven Einfluss auf die Berechnung der Absprungrate hat, wird Treffer ohne Interaktion auf Falsch gesetzt.
    1. Unter Weitere Einstellungen >> Festzulegende Felder wird anonymizeIp ausgewählt und auf true gesetzt, um den Anforderungen des Datenschutzes gerecht zu werden.
    2. Schließlich muss nur noch der Trigger ausgewählt werden, der das Tag auslösen soll. Wählt den Trigger Download einer Datei aus.
    3. Dann abspeichern, und das Tag ist fertig eingerichtet.

    Nicht vergessen: Damit das neue Tag und der Trigger wirksam werden, müssen die Änderungen im Google Tag Manager veröffentlicht werden.

    Geschafft: Tracking eingerichtet!

    Im Tag Manager sind wir damit fertig. Nun können wir in Google Analytics Daten über Klicks auf Download-Links sammeln und analysieren.

    Downloads in Google Analytics auswerten

    In Google Analytics werden jetzt Klicks auf Download-Links aufgezeichnet. Höchste Zeit, einmal einen genaueren Blick auf die erfassten Daten zu werfen.

    Downloads in Ereignisberichten

    Wenn eurer Tracking funktioniert, sollten Klicks auf Download-Links in den Echtzeitberichten angezeigt werden. Unter Echtzeit >> Ereignisse findet ihr die Echtzeitberichte für Ereignisse:

    Eine Übersicht zu den erfolgten Downloads findet ihr in den Ereignisberichten von Google Analytics. Wählt den Bericht Verhalten >> Ereignisse >> Übersicht aus und dann Vollständigen Bericht anzeigen.

    In der anschließenden Übersicht könnt ihr als primäre Dimensionen Ereigniskategorie, Ereignisaktion und Ereignislabel auswählen und erhaltet detaillierte Daten zu den erfolgten Downloads.

    Zum Beispiel nach Dateityp:

    Oder auch aufgesplittet nach den einzelnen heruntergeladenen Dateien:

    Wenn man wissen möchte, woher die Besucher kamen, die Downloads angefordert haben, kann man die Berichte z.B. mit Quelle/Medium als sekundärer Dimension erweitern:

    Noch mehr Analysemöglichkeiten ergeben sich, wenn man die Download-Ereignisse als Zielvorhaben definiert. Das machen wir im folgenden Schritt.

    Ereignisse in Zielvorhaben überführen

    Die Downloads werden in Google Analytics zunächst als Ereignis erfasst. Aus diesen Download-Ereignissen lassen sich jedoch in wenigen Schritten Zielvorhaben definieren, so dass die Downloads auch in den Conversion-Berichten zur Verfügung stehen.

    Man kann die Zielvorhaben beliebig detailliert definieren, zum Beispiel allgemein als Datei-Downloads, als Downloads eines bestimmten Dateityps oder auch einer ganz bestimmten Datei.

    Klickt in Google Analytics auf Verwaltung und fügt in der gewünschten Datenansicht ein neues Zielvorhaben hinzu:

    Klickt auf der Folgeseite auf +Neues Zielvorhaben.

    Downloads tracken. Google Analytics, Zielvorhaben, Schritt 2

    Wählt dann Benutzerdefiniert aus und anschließend Weiter.

    Auf der folgenden Seite geht es weiter mit der Zielbeschreibung:

    1. Gebt dem Zielvorhaben einen Namen, z.B. Download einer Datei.
    2. Wählt ID und Gruppe des Zielvorhabens aus.
    3. Der Typ des Zielvorhabens ist Ereignis.
    4. Klickt auf Weiter.

    Im letzten Schritt wird das Ereignis, das zu einem Ziel führen soll, genauer definiert:

    1. Unter Kategorie geben wir an: Kategorie ist gleich Datei-Download. Damit werden alle Downloads, die wir mit dem Event-Tracking erfassen, diesem Zielvorhaben zugeordnet. Wenn man feinere Zielvorhaben definieren möchte, könnte man zum Beispiel im Feld Aktion pdf-Download angeben, um PDF-Downloads in einem eigenen Zielvorhaben zu tracken.
    2. Abspeichern, und das Zielvorhaben ist fertig definiert.

    Nun können die Downloads von Dateien auch über die Zielvorhaben in Google Analytics ausgewertet werden.

    Fazit

    Das Einrichten eines Download-Trackings für Google Analytics ist keine schwere Sache. Wenn man den Google Tag Manager nutzt, kann man die notwendigen Schritte weitestgehend ohne Programmierkenntnisse umsetzen. Damit erhält man ein sehr flexibles Download-Tracking für alle gewünschten Dateitypen.

    In Google Analytics lassen sich die Daten anschließend aufgliedern nach

    • Summe aller Dateidownloads
    • Summe der Downloads pro Dateityp
    • Summe der Downloads pro Datei

    Die Daten sind mit weiteren Dimensionen und Segmenten in Analytics problemlos kombinierbar. So könnte man z.B. ohne Schwierigkeiten ermitteln, über welche Trafficquellen am meisten Downloads erzielt werden, oder welche Downloadanteile auf die verschiedene Gerätekategorien (Desktop, Tablet, Smartphone) entfallen.

    Wenn man die Downloads auch in Conversion-Berichten auswerten möchte, kann man aus den Download-Ereignissen entsprechende Zielvorhaben ableiten.

    Ich hoffe, dass ich euch mit meinen Vorschlägen zum Download-Tracking einige Anregungen geben konnte.

    Weiterführende Links

    • Ohne den Tag Manager ist die Einrichtung des Download Trackings etwas aufwändiger. Bei blastam.com gibt es dazu aber eine sehr spannende Lösung.
    • PDF-Downloads, die direkt über die Google Suchergebnisse oder andere Hotlinks ausgelöst werden, lassen sich nicht ohne weiteres tracken. Dafür benötigt man ein serverseitiges Google Analytics Tracking. Lunametrics hat einen interessanten Ansatz zur Lösung dieses Problems entwickelt.
    • Ebenfalls ein Problem beim Download-Tracking: Man weiß nicht, ob der Download auch erfolgreich abgeschlossen wurde, weil man nur den Klick auf den Download-Link überwacht. Julien Coquet hat sich mit dieser Problematik eingehend beschäftigt und – natürlich – eine Lösung gefunden.
    16 Kommentare
    • Michi
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      Danke für diesen echt ausführlichen Artikel! Das Conversion-Tracking für die Downloads ist mir noch nicht klar: Sollte man besser Zielvorhaben nehmen oder Ecommerce-Transaktionen? Was würdest du empfehlen?

      Gruß Michi

      • Christian Ebernickel
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        Hallo Michi,

        wie immer bei Analytics: Das kommt ganz darauf an.

        Die Zielvorhaben sind einfach einzurichten, haben aber zwei Nachteile:
        Pro Sitzung wird immer nur ein Zielvorhaben gezählt. Das heißt, auch wenn ein Besucher zwei Downloads veranlasst hat, werden diese nur in einer Conversion gezählt. Außerdem kann man an den Zielvorhaben keine weiteren Informationen, wie etwa den Namen der heruntergeladenen Datei, abspeichern. Das ließe sich höchstens während der Einrichtung des Zielvorhabens als Bedingung definieren. Dann kommst Du aber schnell an die Grenzen von Analytics, weil die Gesamtzahl der Zielvorhaben auf 20 begrenzt ist.

        Alternativ kann man die Downloads auch als Ecommerce-Transaktion zählen. Wenn es sich um kostenpflichtige Downloads handelt, sollte man das sowieso machen. Aber auch bei Gratisdownloads hätte das Vorteile: Pro Sitzung können mehrere Ecommerce-Transaktionen gezählt werden, man kann also alle einzelnen Downloads innerhalb einer Sitzung sauber in Conversions abbilden. Daneben lassen sich in einer Ecommerce-Transaktion auch weitere Daten zu den enthaltenen Produkten abspeichern: Über den Weg könnte man Informationen zu den jeweils heruntergeladenen Dateien in der Transaktion speichern und über die Ecommerce-Berichte analysieren.

        Schöne Grüße
        Christian

        • Tina79
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          Ja, genau das meine ich. So wie die Bilder in Deinem Blog: Die sind auch jeweils mit der URL zu der Bilddatei verlinkt. Kann man die Klicks auf diese Bilder genauso tracken wie Downloads von Datein? Ist ja eigentlich nichts anderes…

          VG
          Tina

          • Christian Ebernickel
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            Hallo Tina,

            das geht vom Prinzip her genauso. Ich würde empfehlen, dafür je ein zusätzlichen Trigger und Tag anzulegen, damit man die Bildaufrufe in den Ereignisberichten nicht mit den Downloads vermischt.

            Beim Trigger müsste der reguläre Ausdruck, mit dem die Variable Click URL Path überprüft wird, angepasst werden. Zum Beispiel so: \.(gif|png|jpg|)$ um Klicks auf GIF-, PNG-, und JPG-Dateien zu tracken.

            Außerdem würde ich für diesen Trigger die beiden Optionen „Auf Tags warten“ und „Bestätigung überprüfen“ nicht aktivieren, weil bei Klicks auf Bild-URLs sonst in vielen Fällen der Trigger nicht ausgelöst wird.

            Dann nur noch ein Tag anlegen (oder das vorhandene Download-Tag kopieren und anpassen) und fertig.

            Schöne Grüße
            Christian

    • Kristin
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      Hallo Christian,

      vielen Dank für die ausführliche Beschreibung. Bei mir werden aber leide keine Daten über Verhalten > Ereignisse > Übersicht ausgegeben. Wenn ich aber in den Reiter „Echtzeit > Ergeinisse“ schaue und mich gerade in einem anderen Tab auf der Seite befinde und eine PDF-Datei gedownloadet habe, wird es mir hier angezeigt. Hast du vielleicht eine Idee, wieso in Echtzeit die Ereignisse angezeigt werden aber unter Verhalten nicht? Habe ich etwas vergessen, falsch gemacht etc.?

      Viele Grüße
      Kristin

      • Kristin
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        Hallo Christian,

        ich glaube das Problem hat sich schon erledigt. Ich war zu voreilig. Es dauert ja immer etwas bis die Daten dort angezeigt werden 😉

        VG Kristin

        • Christian Ebernickel
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          Hi Christin,

          genau, zwischen den Echtzeitberichten und den „normalen“ Berichten gibt es immer ein wenig Verzögerung, meist etwas zwischen 15 Minuten und 2 Stunden. Ich freue mich, dass das Download Tracking jetzt klappt 🙂

          Schöne Grüße
          Christian

    • Marc
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      Hallo Christian,

      ich verwende bei einer Website HubSpot um Whitepaper (PDFs) hinter einem Formular zum Download anzubieten. Hier wird bei einem Klick ja nicht die URL geöffnet sondern zuerst die Submission des Formulars ausgeführt und dann per Callback der Download gestartet.

      Was müsste ich anders machen als in deinem Tutorial um auch diese Downloads abzudecken. Eine weitere Variable für ein automatisches Ereignis?

      Beste Grüße
      Marc

      • Christian Ebernickel
        ANTWORTEN

        Hallo Marc,

        das hängt ein wenig davon ab, wie der Callback realisiert wurde.
        Nutzt Du den onFormSubmit-Callback von Hubspot?

        Wenn ja, würde ich die Callback-Funktion ein wenig erweitern und zunächst ein benutzerdefiniertes Event in den DataLayer senden.
        Zum Beispiel:
        dataLayer.push({'event':'download-gestartet'});

        Dieses Event nutzt Du dann für den Trigger. Damit das Tag die Daten über die heruntergeladene Datei bekommt, müsstest Du in der Callback Funktion noch mindestens den Namen der Datei in den DataLayer schicken und mit dem Tag Manager auswerten.

        Zum Beispiel:
        dataLayer.push({'downloadFile': 'irgendeineDatei.pdf'});

        Weitere Infos zum DataLayer: https://developers.google.com/tag-manager/devguide

        Schöne Grüße
        Christian

    • Rainer
      ANTWORTEN

      Hallo und vielen Dank.
      Ist außer dem GA-Universal-Analytics-Tracking-Code an den Seiten (html), die das PDF enthalten, noch eine Einstellung vorzunehmen?
      Oder wird alles komplett über den TAG Manager gesteuert?
      Bei mir läuft es noch nicht korrekt, es werden keine Downloads mitgezählt.
      Gruß

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