Teaser und interne Links in Google Analytics tracken

    Einführung: Klicks auf Teaser und interne Links tracken

    Teaser sind Bild-/Textelemente, die dazu dienen, Aufmerksamkeit zu erzeugen und die Besucher einer Website zu einer bestimmten Seite bzw. einem Angebot weiterzuleiten. Wenn man Teaser optimieren möchte, benötigt man in Google Analytics genauere Informationen über die Nutzung der Teaser:
    Nicht nur welche Bild-/Textelemente angeklickt wurden, sondern auch welche Klicks auf Teaser am Ende zu Bestellungen, Kontaktanfragen, usw. geführt haben.

    Mit Hilfe des Google Tag Managers lässt sich in wenigen Schritten ein Event-Tracking für Klicks auf Teaser oder andere interne Links einrichten. Diese Ereignisse können dann in Google Analytics mit Hilfe von benutzerdefinierten Segmenten weiter analysiert werden. Ganz am Ende des Artikels beschreibe ich eine Möglichkeit, wie mit benutzerdefinierten Dimensionen noch genauere Analysen von Teaser-Klicks ermöglicht werden.
    Grundsätzlich ähnelt das Tracken interner Links stark dem Tracking externer Links, das ich hier bereits beschrieben habe: Externe Links mit Google Analytics tracken.

    Keine utm-Parameter für internes Tracking verwenden

    Mit Hilfe der sogenannten utm-Parameter (mehr dazu in der Google Analytics Hilfe) lassen sich Links mit zusätzlichen Informationen versehen, die später in Google Analytics für Analysen zur Verfügung stehen. Die utm-Parameter sind für das Tracking benutzerdefinierter Kampagnen gedacht. Man könnte nun auf die Idee kommen, dass die utm-Parameter das ideale Mittel sind, um ganz einfach ein Tracking der Teaser und internen Links einzurichten. Mit den Parametern utm_source, utm_medium, utm_campaign und utm_content ließen sich verschiedene Teaser schön voneinander abgrenzen und Klicks entsprechend auswerten. Davon rate ich unbedingt ab!

    Warum?

    Die Parameter utm_source & utm_medium überschreiben die Quell-/Medium-Information einer Sitzung. Für einen Besucher, den ihr über die organische Suche von Google gewonnen habt, steht „Google / organic“ in den Feldern Quelle und Medium. Wenn nun ein Besucher auf einen internen Link klickt, der mit utm-Parametern ausgezeichnet wurde, wird die Information überschrieben! Als Trafficquelle steht für den Besucher dann nicht mehr Google, sondern zum Beispiel „interner Teaser„. Ihr verliert damit die Möglichkeit, eure externen Trafficquellen sauber zu analysieren, weil für alle Sitzungen, in denen ein interner Link mit utm-Parametern angeklickt wurde, die ursprüngliche Trafficquelle überschrieben wird. Noch fataler wird dies, wenn ihr auch AdWords-Werbung nutzt, dann könntet ihr mit den utm-Parametern auch die Informationen zu Kampagnen und Keywords überschreiben.

    Deshalb sind utm-Parameter für das Tracking interner Werbung nicht geeignet.

    Wenn ihr nach einer Lösung sucht, um mit URL-Parametern auch interne Kampagnen tracken zu können, empfehle ich euch meinen Artikel Interne Werbekampagnen mit Google Analytics tracken.

    Hingegen sind die utm-Parameter für das Tracking externer Kampagnen sehr nützlich. Stefan Ponitz hat zum Kampagnentracking mit Google Analytics einen ausführlichen Artikel geschrieben.

    Event-Tracking oder virtuelle Pageviews?

    Interaktionen, wie etwa Klicks auf interne Links, können auf zwei verschiedene Arten an Google Analytics übermittelt werden. Entweder als ein sogenanntes Ereignis oder alternativ als virtueller Pageview.

    In Anlehnung an die Pageviews, die Google Analytics zählt, wenn eine Seite im Browser geladen wurde, kann man auch für virtuelle URLs Pageviews an Google Analytics übermitteln. Eine solche virtuelle URL existiert nicht wirklich, sie ist nur ein Konstrukt, um z.B. den Klick auf ein Bild-/Textelement abzubilden. Das macht man, indem man für eine künstliche URL (wie z.B. /Klick_auf_Teaser_mit_Ziel_URL_abc) einen virtuellen Pageview an Google Analytics sendet.

    Man könnte dann in Analytics analysieren, wie oft derartige „künstliche URLs“ aufgerufen wurden, bevor eine Conversion registriert wurde. Der Haken an diesem Vorgehen ist, dass man sich in Analytics die Statistiken, die Pageviews berücksichtigen (Absprungrate, Pageviews pro Sitzung, etc.), verfälscht. Denn jeder Klick auf ein Bild-/Textelement würde als ein zusätzlicher Pageview gezählt werden. Damit würden deutlich mehr Pageviews aufgezeichnet werden, als tatsächlich stattgefunden haben.

    Aus diesem Grund ist es günstiger, solche Nutzerinteraktionen als Event zu tracken. Der Klick auf einen Teaser verursacht dann keinen weiteren Pageview, sondern wird als ein Ereignis in Google Analytics gezählt. Außerdem hat man beim Event-Tracking mehr Einfluss darauf, ob ein einzelnes Ereignis Einfluss auf die Absprungrate nehmen soll. Allerdings ist es in Analytics etwas aufwändiger, solche Ereignisse in Bezug zu Conversions zu setzten, damit man zum Beispiel analysieren kann, welches Bild-/Textelement an den meisten Bestellungen beteiligt ist. Das Problem lässt sich jedoch über benutzerdefinierte Segmente lösen.

    Los geht’s.

    Vorbereitung: Kennzeichnung der Teaser und internen Links

    Wenn man Klicks auf Teaser tracken möchte, ist es sinnvoll, diese zunächst mit IDs auszuzeichnen, damit man im Google Tag Manager das Tracking entsprechend auf die internen Links fokussieren kann, die einen besonders interessieren.

    Ich habe zu diesem Zweck auf meiner Website eine Beispielseite angelegt, auf der zwei Blogartikel angeteasert werden. Um euch die verschiedenen möglichen Varianten zu zeigen, habe ich auf diese Seite zwei Teaser gesetzt, die je eine verlinkte Überschrift, eine verlinkte Bilddatei sowie einen Textlink „mehr“ enthalten.

    Jedem der Links habe ich eine eindeutige ID zugewiesen. So kann man später nicht nur genau erkennen, welche Teaser angeklickt wurden, sondern auch, welcher Link innerhalb des Teasers angeklickt wurde. Wenn ihr einfache Teaser verwendet, die nur aus einer Grafik bestehen, müsstet ihr nur den einzelnen Link mit einer ID kennzeichnen und bräuchtet keine Unterscheidung der einzelnen Bild-/Textelemente. Und selbst wenn der einzelne Teaser mehrere Links mit dem gleichen Ziel aufweist, ist die detaillierte Auszeichnung der Links nicht notwendig. Man könnte auch für alle Links pro Teaser die gleiche ID verwenden. In diesem Fall wären die Daten in Analytics weniger detailliert.

    Im Quellcode sieht das so aus:

    Nachdem die internen Links, die wir in Analytics auswerten wollen, nun eindeutige Kennzeichnungen haben, können wir das Tracking im Google Tag Manager aufsetzen.

    Einrichten des Trackings im Google Tag Manager

    Im Google Tag Manager sind im Wesentlichen drei Schritte nötig: Es müssen einige Variablen eingerichtet werden, dann wird der Trigger definiert und schließlich das Tag, das die Daten an Google Analytics sendet.

    1. Schritt: Variablen einrichten

    Wir benötigen einige integrierte Variablen, die im Google Tag Manager ggfs. aktiviert werden müssen. Ferner sind zwei benutzerdefinierte Variablen notwendig.

    Integrierte Variablen aktivieren

    Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Variablen und unter Integrierte Variablen auf Konfigurieren:

    Aktiviert im nun folgenden Fenster die Variablen Page URL und Click ID.

    Benutzerdefinierte Variablen einrichten

    Wir benötigen außerdem noch zwei benutzerdefinierte Variablen, in denen wir Hostnamen und URI des angeklickten Links speichern. Beide Variablen Click URL Hostname und Click URL Path habe ich auch schon in meinem Tutorial für das Tracking ausgehender Links verwendet. Die Anleitung für das Anlegen der beiden Variablen findet ihr im Abschnitt „Benutzerdefinierte Variablen einrichten“. Legt die beiden Variablen an, wie in dem Tutorial beschrieben.

    Weiter geht es mit dem Einrichten des Triggers.

    2. Schritt: Trigger einrichten

    Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Trigger und dann auf NEU.

    Es öffnet sich ein Fenster, in dem nun der Trigger für Klicks auf Teaser definiert wird:

    1. Der Trigger bekommt den Namen Klick auf Teaser.
    2. Der Typ des Triggers ist Klick – Nur Links.
    3. Die Option Auf Tags warten wird gesetzt. Damit werden Links erst aufgerufen, wenn die Tags geladen wurden bzw. das Limit von 2000 ms überschritten wurde.
    4. Die Option Bestätigung überprüfen wird ebenfalls gesetzt. Damit werden ungültige Klicks herausgefiltert. Ihr solltet unbedingt testen, ob die beiden Optionen Auf Tags warten und Bestätigung überprüfen Probleme beim Laden eurer Seite oder beim Aufrufen von Links verursachen. Dafür gibt es im Tag Manager die Funktion Vorschau und Fehlersuche. Sie befindet sich unter dem Pfeil rechts vom roten Veröffentlichen-Button. Hier findet ihr weitere Infos.
    5. Der Trigger wird auf allen Seiten aktiviert: Page URL stimmt mit regulärem Ausdruck überein .*
    6. Im Abschnitt Diesen Trigger auslösen bei: wählen wir Einige Klicks auf Links aus, weil wir eine Bedingung für das Auslösen des Triggers definieren müssen.
    7. Jetzt kommt die benutzerdefinierte Variable Click URL Hostname zum Einsatz: Wählt im ersten Feld Click URL Hostname aus, dann enthält, und schließlich tragt ihr euren Hostnamen ein. Auf meiner Website lautet der Hostname ebernickel.de. Den Inhalt dieses Feldes müsst ihr für euren Hostnamen einfach anpassen. Mit dieser Bedingung stellen wir sicher, dass der Trigger nicht bei externen Links ausgelöst wird.
    8. Damit dieser Trigger nicht bei allen internen Links ausgelöst wird, benötigen wir noch eine zweite Bedingung: Wählt im ersten Feld Click ID aus. Dies ist die ID, die wir an die internen Links geschrieben haben, die wir tracken wollen. Im zweiten Feld wählt ihr stimmt mit regulärem Ausdruck überein aus. Nun folgt ein regulärer Ausdruck, mit dem die verschiedenen IDs beschrieben werden. In meinem Beispiel könnte ein passender regulärer Ausdruck für die sechs verwendeten IDs so aussehen: (Headline|Teaser|Mehr)_Blog-Beitrag-[1-9][0-9]{0,2}. Das bedeutet nichts anderes als, dass die Click ID mit Headline oder Teaser oder Mehr beginnen muss, dann folgt _Blog-Betrag- und schließlich eine Zahl von 1-99.
      Wählt den regulären Ausdruck mit Bedacht aus: Er sollte eng genug definiert sein, damit der Trigger wirklich nur für die Teaser-Links greift, die ihr tracken wollt. Ferner macht es Sinn, ihn so variabel zu halten, dass man nicht bei jedem weiteren Link, den man tracken möchte, den regulären Ausdruck im Trigger anpassen muss. Deshalb habe ich am Ende des Ausdrucks die Ziffern 1-99 erlaubt, obwohl 1 und 2 für dieses konkrete Beispiel ausreichend gewesen wären. Doch falls ich noch mehr Teaser-Links für Blogbeiträge tracken wollte, könnte ich einfach aufwärts bis maximal 99 zählen und der Trigger würde automatisch greifen.
    9. Dann abspeichern, und der Trigger ist fertig.

    Anmerkung: Je nachdem, wie eure Website gestaltet ist, könnte man statt der ID auch die Klasse des Teaser-Links abfragen. Wenn also der Link eine spezielle Klasse zugewiesen bekommen hat (z.B. <a class=“Teaser-Link“… ), kann man diesen Wert über die Variable Click Classes abfragen. Für eine eindeutige Zuordnung ist es wichtig, dass jene Klasse nur für Teaser-Links verwendet wurde, die ihr analysieren möchtet, da ansonsten auch andere Links die Abfragebedingung erfüllen würden.

    Jetzt muss nur noch das Tag definiert werden, und wir haben ein funktionierendes Tracking für die Klicks auf Teaser.

    3. Schritt: Tag einrichten

    Klickt im Arbeitsbereich eures Tag Managers auf Tags und dann auf NEU.

    Im folgenden Fenster wird das Tag definiert, mit dem Klicks auf Teaser an Google Analytics gemeldet werden:

    1. Das Tag erhält den Namen UA – Event – Teaser angeklickt. Den Zusatz UA schreibe ich gerne an den Anfang von Universal Analytics Tags, das ist aber nicht notwendig. Gleiches gilt für den Zusatz Event, auch der ist nur dafür gedacht, in der Tag-Liste für Übersicht zu sorgen.
    2. Als Tag-Typ wird Universal Analytics ausgewählt.
    3. Im nächsten Feld müsst ihr die Tracking-ID der Analytics Property eingegeben, in die die erfassten Daten gesendet werden sollen. Ich habe die Tracking-ID in der benutzerdefinierten Variablen {{UA Tracking-ID}} hinterlegt, man kann die Tracking-ID natürlich auch direkt eingegeben.
    4. Der Erfassungstyp wird auf Ereignis geändert.
    5. In das Feld Kategorie wird Teaser angeklickt eingetragen. Unter dieser Ereigniskategorie sind die Aufrufe der ausgehenden Links später in Google Analytics zu finden.
    6. In das Feld Aktion wird ID: {{Click ID}} eingetragen. Damit wird die ID des angeklickten Links an Analytics übermittelt.
    7. In das Feld Label wird Quelle: {{Page URL}} Ziel: {{Click URL Hostname}}{{Click URL Path}} eingetragen. So kann man in Analytics genau erkennen, auf welcher Seite {{Page URL}} ein Klick auf den Teaser stattfand. In den beiden Variablen {{Click URL Hostname}}{{Click URL Path}} steht das Ziel des Teaser-Links. Man könnte auf die Angabe der Quelle verzichten, weil Analytics in der Lage ist, anzuzeigen, auf welcher Seite ein Event aufgetreten ist. Wenn man in Analytics aber das Ereignislabel mit anderen sekundären Dimensionen kombinieren möchte, finde ich es hilfreich, wenn nicht nur das Ziel sondern auch die Quelle im Ereignislabel angegeben sind.
    8. Treffer ohne Interaktion wird auf Falsch gesetzt. Das bedeutet, dass dieses Ereignis als Interaktion gezählt wird und damit die Absprungrate positiv beeinflusst. Bei Klicks auf externe Links würde man an dieser Stelle ein Wahr auswählen, damit das Verlassen der Website nicht noch ein positives Interaktionssignal an Analytics sendet.
    1. Unter Weitere Einstellungen >> Festzulegende Felder wird anonymizeIp ausgewählt und auf true gesetzt, um den Anforderungen des Datenschutzes gerecht zu werden.
    2. Schließlich muss nur noch der Trigger ausgewählt werden, der das Tag auslösen soll. Wählt den Trigger Klick auf Teaser aus.
    3. Dann abspeichern, und das Tag ist fertig eingerichtet.

    Nicht vergessen: Damit das neue Tag und der Trigger wirksam werden, müssen die Änderungen im Google Tag Manager veröffentlicht werden.

    Im Tag Manager sind wir damit fertig.

    Analyse der Teaser-Klicks in Google Analytics

    Die Klicks auf die Teaser lassen sich in Google Analytics nun weiter analysieren. Wir starten mit den Events, die wir über das oben eingerichtete Tracking immer dann an Analytics gesendet haben, wenn ein Besucher auf einen Teaser-Link geklickt hat.

    Klicks auf Teaser als Event analysieren

    Berichte zu den aufgezeichneten Ereignissen findet ihr in Analytics unter Verhalten >> Ereignisse >> Übersicht. Wählt dann die Ereigniskategorie Teaser angeklickt aus.

    Ändert auf der Folgeseite die Primäre Dimension auf Ereignisaktion und fügt Ereignislabel als Sekundäre Dimension hinzu.

    In diesem Bericht könnt ihr in der Spalte Ereignisaktion nun genau erkennen, welche Teaser-Links angeklickt wurden, denn dort wird die ID des einzelnen Links ausgegeben.

    In der zweiten Spalte „Ereignislabel“ stehen jeweils Quelle (die Seite, auf der sich der Link befand) und Ziel des Links.

    Damit könnt ihr schon einmal sehen, welche Teaser-Links überhaupt von Besuchern genutzt wurden, und auf welchen Seiten diese Klicks stattfanden. Die Inhalte der Felder Ereigniskategorie, -aktion und Ereignislabel können frei festgelegt werden. Wenn ihr andere Informationen in den Feldern unterbringen möchtet, ist das einfach in der Einrichtung des Tags im Tag Manager umzusetzen.

    Man sieht in diesem Bericht leider nicht, ob am Ende der Customer-Journey auch eine Conversion im Sinne einer Bestellung oder Kontaktanfrage stand. Wenn man diese Ereignisse mit benutzerdefinierten Segmenten kombiniert, wird das jedoch möglich.

    Benutzerdefinierte Segmente für die Analyse von Teaser-Klicks

    Eine mächtige Funktionalität in Google Analytics sind die benutzerdefinierten Segmente. Mit ihnen kann man sich aus der Gesamtmenge der Daten genau jene Teilmengen „herausschneiden“, die man weiter analysieren möchte.

    In unserem Beispiel wären also Segmente interessant, in denen wir Besucher der Website zusammenfassen, die auf Teaser geklickt haben. Man kann sogar Segmente für einzelne Teaser oder gar einzelne Links anlegen, wenn man genaue Vergleiche zwischen verschiedenen Teasern und Links vornehmen möchte.

    Für viele Berichte in Analytics stehen die benutzerdefinierten Segmente zur Verfügung. Geht zum Bericht Akquisition >> Alle Zugriffe >> Quelle/Medium. Dort findet ihr im Kopfbereich des Berichtes die Funktion +Segment hinzufügen:

    Wählt anschließend +Neues Segment aus. Nun wird ein Segment für alle Besucher angelegt, die auf einen Teaser geklickt haben:

    1. Gebt dem Segment den Namen Teaser angeklickt.
    2. Wählt dann Bedingungen aus.
    3. Hier wird ein Filter definiert: Wir nehmen für dieses Segment alle Sitzungen, die die Ereigniskategorie Teaser angeklickt enthalten.
    4. Abspeichern und das Segment steht zur Verfügung.

    Wir legen noch zwei weitere Segmente an, die die Klicks auf genau einen der beiden Beispielteaser enthalten sollen. Ich habe die Segmente Teaser für Blog-Beitrag Nr. 1 angeklickt bzw. Teaser für Blog-Beitrag Nr. 2 angeklickt genannt. Die Segmente werden auf genau dem gleichen Weg angelegt, nur der Filter wird ein wenig anders definiert:

    Die Bedingung für den Filter lautet:
    Ereignisaktion stimmt mit regulärem Ausdruck überein (Headline|Teaser|Mehr)_Blog-Beitrag-1$

    Damit wird sichergestellt, dass dieses Segment nur Klicks die Teaser-Links vom Blog-Beitrag 1 enthält. Das Segment für die Teaser des Blog-Beitrags 2 wird entsprechend angelegt.

    Nun kann man diese Segmente nutzen, um weitergehende Analysen vorzunehmen.

    Klicks auf Teaser in Bezug zu Conversions analysieren

    Ich habe auf meiner Website unter /kontakt/ ein Kontaktformular, für das ich in Google Analytics ein Zielvorhaben definiert habe. Ich kann jetzt im Bericht Conversions >> Zielvorhaben >> Zielvorhaben-URLs genau sehen, in wie vielen Sitzungen, die zu einer Kontaktanfrage geführt haben, welches Bild-/Textelement angeklickt wurde. Dabei ist zu beachten, dass innerhalb einer Sitzung mehrere verschiedene Teaser angeklickt werden können. Entsprechend kann eine einzelne Sitzung dann auch mehreren Segmenten zugeordnet werden.

    Die gezeigten Daten beruhen auf einem Testcase, den ich für diesen Blog-Beitrag gebaut habe und sind nicht repräsentativ. Für einen Online-Shop könnte man auf diesem Weg aber zum Beispiel analysieren, welche Teaser besonders häufig bzw. besonders wenig in den Sitzungen enthalten waren, die zu einer Bestellung geführt haben.

    Welche Besucher klicken welche Teaser bevorzugt an?

    Auch für den Bericht Akquisition >> Alle Zugriffe >> Quelle/Medium sind diese Segmente interessant:

    Man kann anhand dieser Segmente erkennen, welche Teaser die Besucher aus einzelnen Traffic-Quellen besonders ansprechen. Ein Online-Shop könnte mit dieser Information für Besucher aus verschiedenen Quellen gezielt bestimmte Teaser ausspielen.

    Erweiterte Analyse mit benutzerdefinierten Dimensionen

    Es gibt noch eine sehr interessante Variante zum Analysieren der Klicks auf Teaser. Mittels benutzerdefinierter Dimensionen lassen sich gezielt Informationen zu den erfolgten Klicks in Google Analytics speichern. Diese Dimensionen können dann in den Standardberichten als sekundäre Dimension verwendet werden (zum Beispiel die ID des angeklickten Links) oder man legt individuelle Berichte an, die auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten werden.

    Dieses Beispiel erweitert das Tracking-Tag, das wir bereits angelegt haben, um drei benutzerdefinierte Dimensionen.

    Benutzerdefinierte Dimensionen in Google Analytics einrichten

    Klickt in Google Analytics auf Verwaltung. Wählt in den Property-Einstellungen unter den Benutzerdefinierten Definitionen den Punkt Benutzerdefinierte Dimensionen aus.

    Klicks auf Teaser. Erweiterte Analyse, Schritt 1

    Klickt nun auf +Neue benutzerdefinierte Dimension.

    1. Benennt die Dimension Teaser-Ziel.
    2. Für den Umfang der Dimension wird Sitzung eingestellt.
    3. Erstellen und fertig.

    Diese Schritte wiederholt ihr für die Dimensionen Teaser-Quelle und Teaser-ID.

    Danach sollten die drei neuen Dimensionen in Google Analytics verfügbar sein:

    Wichtig ist die Angabe in der zweiten Spalte: Über den dort angegebenen Index-Wert werden die benutzerdefinierten Dimensionen im Tag Manager angesprochen und mit Daten befüllt. Bei euch werden die IDs wahrscheinlich anders lauten. Das müsstet ihr beim Einrichten der Tags dann berücksichtigen.

    Benutzerdefinierte Dimensionen im Tag Manager nutzen

    Die Erweiterung des bereits bestehenden Tags ist denkbar einfach. Wählt im Google Tag Manager das Tag UA – Event – Teaser angeklickt zum Bearbeiten aus:

    1. In die Dimension mit dem Index 2 (Teaser-Ziel) wird {{Click URL Hostname}}{{Click URL Path}} übergeben.
    2. In die Dimension mit dem Index 3 (Teaser-Quelle) wird {{Page URL}} übergeben.
    3. In die Dimension mit dem Index 4 (Teaser-ID) wird {{Click ID}} übergeben.

    Das sind alles Informationen, die das Tag bereits im Rahmen des Event-Trackings an Google Analytics übergibt. Nun übermitteln wir diese Daten zusätzlich an benutzerdefinierte Dimensionen. Dadurch erhalten wir deutlich mehr Flexibilität und können diese Informationen einfacher für benutzerdefinierte Berichte in Analytics verwenden.

    Analyse der Teaser-Klicks mit benutzerdefiniertem Report

    In Analytics haben wir nun drei zusätzliche Dimensionen zur Verfügung, die die ID, Quelle und Ziel jedes einzelnen, überwachten Links enthalten. Daraus können wir nun einen benutzerdefinierten Bericht erzeugen, der zeigt, wie die benutzerdefinierten Dimensionen genutzt werden können.

    Der benutzerdefinierte Bericht ist in Google Analytics schnell angelegt. Klickt zuerst auf Anpassung und dann auf +Neuer benutzerdefinierter Bericht.

    1. Zunächst erhält der Bericht einen Titel, unter dem er später aufrufbar ist, in diesem Fall Teaser-Klicks.
    2. Der Bericht-Tab kann einen individuellen Namen erhalten.
    3. Der Typ des Berichtes ist Tabellenliste. Diese Listen lassen sich sehr gut exportieren und anschließend z.B. in Excel weiterverarbeiten. Alternativ kann man auch den Typ Explorer auswählen.
    4. Anschließend folgen die Dimensionen. Wählt die Dimensionen Teaser-ID, Teaser-Quelle und Teaser-Ziel aus.
    5. Für die Messwerte wählt ihr z.B. Sitzungen, Absprungrate und Abschlüsse für Zielvorhaben aus. Natürlich sind auch andere Messwerte möglich, je nachdem, welche Informationen ihr benötigt.
    6. Legt dann fest, in welchen Datenansichten dieser Bericht zur Verfügung stehen soll.
    7. Abspeichern und fertig!

    Dieser Bericht liefert folgende Daten:

    Ausgehend von der ID sieht man auch Quelle und Ziel des jeweils angeklickten Links. Anhand der Messwerte lässt sich erkennen, welche Teaser-Links am meisten in Sitzungen involviert waren, die zu Conversions geführt haben. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt für den Fall von Bild-/Textelementen mit schlechter Leistung. Die Berichte sind sehr flexibel und können für fast jeden Anwendungsfall angepasst werden.

    Alternative: Interne Werbung mit Enhanced E-Commerce tracken

    Wer auf seiner Website bereits das E-Commerce-Tracking von Google Analytics einsetzt, kann Funktionen des Enhanced E-Commerce-Trackings nutzen, um interne Werbung zu tracken. Dafür müssen zunächst die Analytics-Tags um das Plug-in ec.js ergänzt (mehr Informationen) und dann die erweiterten E-Commerce-Berichte aktiviert (mehr Informationen) werden.

    Anschließend werden die internen Werbeflächen (Teaser) mit zusätzlichen Trackings versehen, um Views und Klicks zu messen.
    Die Einrichtung dieser Trackings wird im Google Analytics Developer Guide anhand eines ausführlichen Beispiels beschrieben.

    Ist alles vollständig aktiviert und eingerichtet, findet ihr in Google Analytics unter E-Commerce >> Marketing >> Interne Werbung einen sehr nützlichen Bericht, der die interne Werbung direkt in Beziehung zu den E-Commerce-Transaktionen setzt:

    Mit dem Bericht „Interne Werbung“ lässt sich der Einfluss interner Werbeflächen (Teaser) auf die erzielten Bestellungen analysieren.

    Fazit

    Ich habe in diesem Artikel verschiedene Möglichkeiten gezeigt, um Klicks auf Teaser zu tracken und auszuwerten. Das Tracking selber ist mit dem Google Tag Manager in wenigen Schritten eingerichtet. Wichtig ist jedoch, dass man sich im Vorfeld Gedanken darüber macht, welche Teaser man überwachen will, und welche Kennzahlen geeignet sind, um ihre Leistung zu beurteilen. Daraus ergeben sich dann die verschiedenen Analysewege in Google-Analytics: Ganz einfache Analysen mit den Ereignisberichten, erweiterte Analysen mit den benutzerdefinierten Segmenten oder hochgradig angepasste Varianten mit benutzerdefinierten Dimensionen und Berichten.

    Für die Nutzer des E-Commerce-Trackings von Google Analytics bieten sich im Enhanced E-Commerce interessante Zusatzfunktionen für das Tracking interner Werbung an.

    Ich hoffe, dass ich euch einige Anregungen zum Thema Teaser-Tracking geben konnte. Viel Spaß beim Analysieren!

    Weiterführende Links

    13 Kommentare
    • Timo Langer
      ANTWORTEN

      Hi,

      ich habe deine Anleitung für das Teaser-Tracking genommen und das Tracking nachgebaut. Vielen Dank, das funktioniert gut. Beim Anlegen der benutzerdefinierten Berichte ist mir aber etwas Interessantes aufgefallen: Bei den Messwerten gab es Einträge wie z.B. „Interne Werbung – Aufrufe“ und „Interne Werbung – Klicks“ zur Auswahl.
      Was hat es damit auf sich? Hat Analytics schon von vornherein eine Möglichkeit zum Tracking von Teasern? Also braucht man den von dir beschriebenen Weg gar nicht?

      Gruß
      Timo

    • Hansjörg Leichsenring
      ANTWORTEN

      Habe versucht, den Anleitungen zu folgen, leider ohne Erfolg. Obwohl ich eine ID festgelegt habe, wird mir diese in der Vorschauansicht nicht als Variable angezeigt. Für einen Tipp, wo der Fehler liegen könnte, wäre ich dankbar

      Beste Grüße

      Hansjörg Leichsenring

      • Christian Ebernickel
        ANTWORTEN

        Hallo Hansjörg,

        damit das Tracking eingerichtet werden kann, müssen auf der Website die zu trackenden Links entsprechende IDs bekommen. Diese werden dann im Tag Manager über die Variable „Click ID“ abgefragt. Die „Click ID“ ist eine integrierte Variable des Tag Manager, die ggfs. aktiviert werden muss, bevor Du sie nutzen kannst. Schau einmal hier.

        Konnte ich Dir weiterhelfen?

        Schöne Grüße
        Christian

    • Hansjörg Leichsenring
      ANTWORTEN

      Hallo Christian

      natürlich gerne. Danke für die Hilfestellung.

      Trigger wpp
      Nur Links
      Click ID stimmt mit regulärem Ausdruck überein wpp_s b
      Triggerkonfiguration
      Triggertyp
      Klick – Nur Links
      Auf Tags warten
      Maximale Wartezeit 2000 Millisekunden
      Bestätigung überprüfen
      Diesen Trigger aktivieren, wenn sämtliche Bedingungen erfüllt sind.
      Page URL stimmt mit regulärem Ausdruck überein .*
      Diesen Trigger auslösen bei:
      Click ID stimmt mit regulärem Ausdruck überein wpp_s b

      Gruß
      Hansjörg

      • Christian Ebernickel
        ANTWORTEN

        Hallo Hansjörg,

        überprüfe einmal diese Bedingung:

        Click ID stimmt mit regulärem Ausdruck überein wpp_s b

        Ich denke, der Ausdruck müsste wpp_sb lauten (ohne das Leerzeichen vor dem b).

        Schöne Grüße
        Christian

    • Hansjörg Leichsenring
      ANTWORTEN

      Hallo Christian

      Danke für die Hilfestellung.

      in der Tat, da war ein Leerzeichen zu viel. Nur leider klappt es trotzdem nicht :-((

      Irgendwie komme ich mir ziemlich dämlich vor. Ich bin jeden Schritt nochmal durchgegangen und soweit ich es sehen kann, ist alles richtig im TM eingetragen. Was ich wirklich seltsam finde: Die ID ist auf der Seite vorhanden (sogar mehrfach, weil ich nicht spezielle Artikel sondern nur die Art der Weiterleitung tracken möchte). Aber in der Vorschau wird in der Variablenliste Click ID undefined angezeigt.

      Hast Du noch eine rettende Idee???

      VG

      Hansjörg

      • Christian Ebernickel
        ANTWORTEN

        Hallo Hansjörg,

        das ist aus der Ferne schwierig zu beantworten.
        Einfacher wäre es sicher, wenn ich einen Blick auf die Einrichtung des Trackings werfen könnte. Wahrscheinlich ist es nur eine Kleinigkeit, an der es hakt.

        Ruf mich doch einmal an: 040/608 654 31

        Schöne Grüße
        Christian

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